Qi

 

Das Zusammenspiel von Wind und Wasser verweist symbolisch auf die kosmisch alles durchdringende Energie Qi (Chi) genannt, die im Feng Shui eine ganz entscheidende Rolle spielt.Für das Wort Qi gibt es in unserem Sprachgebrauch keine Übersetzung. Es ist jedoch nicht mit der elektrischen Energie oder der Energie eines Magnet- oder Gravitationsfeldes zu verwechseln. Man unterscheidet verschiedene Ursprungsbereiche und Wirkungsweisen des Chi und bestimmte Zuständigkeiten, die den Menschen und das Haus, in dem er lebt, beeinflussen. Aufgabe ist es, die für den Menschen wichtigen Einflüsse und Zuständigkeiten zu untersuchen und je nach Erfordernis zu fördern oder abzumindern. Das Qi wirkt nicht nur unterschiedlich stark, sondern ändert sich auf Grund der gegenseitigen Wechselwirkungen.

 

Im Fengshui geht es um Qi.Es besitzt kein sprachliches Gegenstück, weder in unserer noch in einer anderen Sprache. Qi ist sozusagen ein Überbegriff für jegliche Form von Energie, unserer Lebensenergie, also das was uns am Leben erhält. Qi ist zentraler Begriff des Taoismus, die älteste Erwähnung wird dem taoistischen philosophen Zhuangzi zugeschrieben, der den Kosmos aus Qi bestehend beschreibt. Auch in der TCM (Traditionelle Chinesischen Medizin) ist die Vorstellung von Qi die ideelle Grundlage.Im Fengshui wird die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt betrachtet. Diese sollte so gestaltet werden, dass sie dem Menschen angenehm und förderlich ist, so dass der Fluss des Qi im Körper günstig beeinflusst wird. Gleichfalls sollen ungünstige oder schädlichen Wirkungen beseitigt werden.Qi wird unter anderem in der TCM sowie im Fengshui als universelle Lebensenergie bezeichnet. Bei einer perfekten Harmonie ist der Qi-Fluss im Körper ausgeglichen. Krankheit ist demzufolge ein Produkt, der Unterbrechung des harmonischen Qi-Flusses. Nach dieser Auffassung kann Krankheit, durch mangelnden Qi-Fluss, durch Stockung, durch verbrauchtes nicht abgeleitetes Qi oder durch Mangel an Qi selbst entstehen. In der TCM kann unter anderem mit Hilfe der Akupunktur, welche Blockaden löst und das Qi wieder in Fluss bringt, der Körper geheilt bzw. Selbstheilungsprozesse aktiviert werden. Im Feng Shui, was wie die TCM aus dieser Qi-Lehre und dem Verständnis von der Harmonie der Dinge und ihrer Wandelbarkeit entstanden ist, wird sozusagen auf Prophylaxe gesetzt. Durch Harmonie im Außen, durch ein harmonisches und mit kraftvollem Sheng-Qi (förderliches Qi) versorgtes Zuhause, und dem Beseitigen von negativ wirkenden Sha-Qi sorgt Feng Shui dafür, dass beim Menschen kein Qi-Mangel entsteht und verbessert durch optimale Qi-Zufuhr den körperlichen Zustand (energetischen Zustand). Oder wie stellt schon Hermes Trismegistos fest: „wie außen so innen“ Makro- und Mikrokosmos sind untrennbar miteinander verbunden.

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