Fengshui nach traditionellen Schulen. 

 

 

 Fengshui -KanYu : Berg und das Land anschauen und bewerten bzw. den Himmel und die Erde beobachten 

 

Kanyu ist der ältere Begriff für Fengshui und bedeutet soviel wie den Berg und das Land anschauen und bewerten bzw. den Himmel und die Erde beobachten. Fengshui bedeutet soviel wie Wind und Wasser.Es ist die Lehre von den Energiebewegungen und der daraus entstehenden gegenseitigen Beeinflussung und Harmonisierung von Menschen und ihrer Umgebung in Haus, Wohnung, Raum, Arbeitsplatz, Garten. 

 

Bewegung = der Qi-Fluss.  Qi verteilt sich mit dem Wind und wird vom Wasser gesammelt. So etwa kann man sich das Verhalten der meisten Energien, die im Fengshui betrachtet werden, vorstellen. Durchzugseffekte, genau wie bei Wind, bringen schnelle Bewegung. Stärkende Einflüsse werden geschwächt und schwächende Einflüsse begünstigt. Wichtig ist letztendlich, dass sich Energien auf sanften Bahnen ähnlich einem Nebel bewegen.

 

Auch die Dinge, die wir im Fengshui untersuchen, werden die meisten westlich geprägten Menschen als Erscheinungen des Zufalls ansehen. Trotzdem entdeckten die Chinesen hier Regelmäßigkeiten, ein ordnendes Prinzip, das in keinem uns bisher bekannten Zusammenhang mit den Naturgesetzen der westlichen Physik steht oder messbar ist.

Warum empfindet man mancherorts ein Wohlgefühl, Geborgenheit, an anderen Orten wiederum Missfallen und Unwohlsein? Die Vorstellung, dass die Atmosphäre eines Ortes unser Wohlbefinden beeinflusst, wird allgemein akzeptiert. Im FS jedoch hat sich diese Idee zu einem komplexen miteinander verknüpften System von theoretischem Wissen und praktischen Beobachtungen entwickelt, das alle Bereiche unseres Lebens umfasst.

 

Yin und Yang

 

Alles ist Energie und alles fließt wie schon der große griechische Philosoph Heraklid sagte: (Panta rhei = „Alles fließt“). Der Grund dafür liegt in dem Urprinzip der Polarität. Jedes Prinzip, jedes Gefühl, jede Wirkung existiert oder ist vielmehr nur deswegen wahrnehmbar, weil es ein Gegenstück gibt. Wir wüssten nicht, was heiß ist, könnten wir kalt nicht erleben. Ohne die Nacht gebe es keinen Tag. Die Wechselwirkung von beiden Polaritäten bewirkt das Fließen von Energie. Ähnlich wie Elektrizität(mit ihrem Plus- und Minuspol) statisch oder fließend erscheinen kann, so können auch Yin und Yang im Zustand der Ruhe oder Bewegung auftreten.

Yin und Yang sind die Weltpole, die aus der Polarität entstehen, welche dem Urgrund, dem Tao, entspringen.

Eigenschaften von Yin und Yang:

  • Sie treten immer gemeinsam auf, niemals isoliert. Im größten Yang ist schon wieder der Hauch des Yin zu spüren und andersherum.
  • Yin und Yang befinden sich in einem dauerhaften Zustand von Veränderung und Gleichgewicht.
  • Yin und Yang sind nicht isoliert sondern nur in Relation zueinander zu verstehen.
  • Sie erscheinen als dynamisches Paar von Gegensätzen.
  • Sie erschaffen zur Erde gehörende Dinge in sechs Stufen.

Die Manifestationen von Yin und Yang:

 

Yang Yin
positiv negativ
männlich weiblich
Himmel Erde
aktiv passiv
aufstrebend sinkend
Sonne Dunkelheit
Süden Norden
bewegend still
ausgebend erhaltend
Berg

Tal

 

Qi 

Das Zusammenspiel von Wind und Wasser verweist symbolisch auf die kosmisch alles durchdringende Energie Qi (Chi) genannt, die im Feng Shui eine ganz entscheidende Rolle spielt.

 

 

Was ist Qi? 

Für das Wort Qi gibt es in unserem Sprachgebrauch keine Übersetzung. Es ist jedoch nicht mit der elektrischen Energie oder der Energie eines Magnet- oder Gravitationsfeldes zu verwechseln. Man unterscheidet verschiedene Ursprungsbereiche und Wirkungsweisen des Qi und bestimmte Zuständigkeiten, die den Menschen und das Haus, in dem er lebt, beeinflussen. Aufgabe ist es, die für den Menschen wichtigen Einflüsse und Zuständigkeiten zu untersuchen und je nach Erfordernis zu fördern oder abzumindern. Das Qi wirkt nicht nur unterschiedlich stark, sondern ändert sich auf Grund der gegenseitigen Wechselwirkungen.

 

Qi und Fengshui

 

Im Fengshui geht es um Qi.Es besitzt leider kein sprachliches Gegenstück, weder in unserer noch in einer anderen Sprache. Qi ist sozusagen ein Überbegriff für jegliche Form von Energie, unserer Lebensenergie, also das was uns am Leben erhält. Das englische Äquivalent „Living Spirit“ trifft dies sehr gut. Qi ist zentraler Begriff des Taoismus, die älteste Erwähnung wird dem taoistischen philosophen Zhuangzi zugeschrieben, der den Kosmos aus Qi bestehend beschreibt. Auch in der TCM (Traditionelle Chinesischen Medizin) ist die Vorstellung von Qi die ideelle Grundlage Im Feng Shui wird die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt betrachtet. Diese sollte so gestaltet werden, dass sie dem Menschen angenehm und förderlich ist, so dass der Fluss des Qi im Körper günstig beeinflusst wird. Gleichfalls sollen ungünstige oder schädlichen Wirkungen beseitigt werden. Qi wird unter anderem in der TCM sowie im Kanyu als universelle Lebensenergie „Living Spirit“ bezeichnet. Bei einer perfekten Harmonie ist der Qi-Fluss im Körper ausgeglichen. Krankheit ist demzufolge ein Produkt, der Unterbrechung des harmonischen Qi-Flusses. Nach dieser Auffassung kann Krankheit, durch mangelnden Qi-Fluss, durch Stockung, durch verbrauchtes nicht abgeleitetes Qi oder durch Mangel an Qi selbst entstehen. In der TCM kann unter anderem mit Hilfe der Akupunktur, welche Blockaden löst und das Qi wieder in Fluss bringt, der Körper geheilt bzw. Selbstheilungsprozesse aktiviert werden. Im Feng Shui, was wie die TCM aus dieser Qi-Lehre und dem Verständnis von der Harmonie der Dinge und ihrer Wandelbarkeit entstanden ist, wird sozusagen auf Prophylaxe gesetzt. Durch Harmonie im Außen, durch ein harmonisches und mit kraftvollem Sheng-Qi (förderliches Qi) versorgtes Zuhause, und dem Beseitigen von negativ wirkenden Sha-Qi sorgt Feng Shui dafür, dass beim Menschen kein Qi-Mangel entsteht und verbessert durch optimale Qi-Zufuhr den körperlichen Zustand (energetischen Zustand). Oder wie stellt schon Hermes Trismegistos fest: „wie außen so innen“ Makro- und Mikrokosmos sind untrennbar miteinander verbunden.

 

Drei Arten von Qi

Drei Dinge bedarf es, um Qi zu verstehen:

  1. alles hat Qi (organische und anorganische Dinge)
  2. alles was Qi hat, hat Yin und Yang.
  3. Qi unterteilt sich in drei Bereiche:
    1. Himmlisches Qi
    2. Menschliches Qi
    3. Erde (Welt) Qi

Himmlisches Qi

 

Was durch Fenster und Tür als feinstoffliche Komponente der Atmosphäre einströmt, die Stimmung des Raumes, Wind, Wetter, das Geistige.

  • Himmlisches Qi wird durch vom Menschen gemachte Bezugs- oder Matrixsysteme fassbar gemacht:
    • Flying Stars
    • Ba Shob
    • Ba Zi
    • Sam Hap
    • Yuen Home

In Yin und Yang Räumen, durch Lichteinfall, Sterne, Wind, Mond, Sonne u.s.w.

 

Menschliches Qi

 

Ist der Mensch, der Körper, das menschliche Regelwerk, der Umgang, Verhaltensnormen.

  • Menschliches Qi in sichtbarer Form:
    • durch Bauvorschriften
    • Denkmalschutz
    • Bebauungsplan
    • Nachbarschaft u.s.w.

Durch ethnisch-kulturelles Umfeld, vorhandene Atmosphäre, demographische Struktur der Bewohner, sozioökologische Daten u.s.w.

 

Erde (Welt) Qi

 

Die Erdung, der Boden, das Manifeste, Bauwerke, Räume, Möbel u.s.w.

  • Erde Qi in sichtbarer Form:
    • durch die Formschule
    • Berg-, Landschafts- und Bebauungsstruktur
    • Umgebung
    • Verkehr
    • Wasser
    • Wege- und Strassenführung
    • Eingänge
    • Bewuchs
    • Garten
    • Charakter des Bodens
    • u.s.w.

Spürbar: Wasseradern, geomantischen Zonen, Leylines, Kraftplätze, dem Qi-Fluss mit Sha Qi und Sheng Qi, die durch diese manifesten Formen der Landschaft produziert werden.

Dieses ist sozusagen das Qi in horizontaler Gliederung.

 

 

Sha Qi und Sheng Qi

Sha Qi

(sha = töten und zerstören)

Sha Qi bewegt sich gerade, schnell, aggressiv, es findet Ausdruck in schlechten Gerüchen, Hässlichkeiten, Gefahren, Ecken, Kanten, Lärm, grellen Farben etc.. Dadurch wird es zu einer kontraproduktiven Kraft, die Gebäude und Bewohner schwächt. Ein Gebäude wird sehr wahrscheinlich lange vor Ablauf seiner normalen Lebensdauer Mängel aufweisen, zerfallen oder massivere Schäden erkennen lassen. Auch bei den Bewohnern wirkt sich Sha Qi nachteilig aus. Es kann zu Mattigkeit, Unwohlsein ohne offensichtliche Krankheitssymptome führen. Das Privatleben wird ziellos, die Familienharmonie lässt nach, Kinder werden kränklich und vieles mehr. Geschäfte, die so einen unglücklichen Standort haben, können nicht gedeihen und finanzieller Erfolg bleibt aus.

 

Ist eine natürliche Bewegungsabfolge im Qi Fluss gemächlich mäandernd, mal sammelnd mal wieder in Fluss kommend, wie ein Trampelpfad durch die Wiese. Die Aufgabe eines jeden Kanyu Berater ist es, soviel Sheng Qi wie möglich zu schaffen und das natürlich Vorhandene zu stärken und Sha Qi (in der Literatur auch als Giftpfeile bezeichnet) zu neutralisieren und somit ein optimales Kanyu zu schaffen. Kanyu ist somit nichts anderes als äußere Umstände zu kreieren, die die Bewohner keine oder möglichst wenig Kraft kosten, damit ihnen diese Energie für das tägliche Leben zur Verfügung steht.

 

5 Elemente

Was bedeuten die fünf Elemente und der Wandlungskreislauf

Zur Klassifizierung der Qi-Arten benutzt man den Begriff der 5 Elemente Über Form, Farbe und Material wirken Objekte auf uns. Auf diese Weise können wir Wirkungen des Chi erkennen und sogar zuordnen.

 

 

Die fünfe Elemente sollen im Feng Shui harmonisch miteinander umgehen. Kommt es zu einem Ungleichgewicht wird mit Hilfe dieser Elementenlehre die Harmonie wieder hergestellt, wobei ein leichtes Ungleichgewicht Geschehnisse auch zum Laufen bringt. Wir wollen also auch nicht in absoluter „Harmonie“ sitzen, weil dann kein Prozess mehr ausgelöst wird.

 

Die fünf Elemente lehre

 

Die fünf Elemente Lehre ist eine taoistische Theorie zur Naturbeschreibung. Sie untersucht Gesetzmäßigkeiten nach denen dynamische Prozesse/Wandlungen ablaufen, betont wird „Werden“, „Wandlung“ und „Vergehen“.

Diese Theorie ist im Grunde genommen mehr ein Studium der Energiebewegung als eine Methode, die Elemente zu katalogisieren. Sie ist eines der essentiellen Werkzeuge des Feng Shui Praktikers, da sie sich auf die energetischen Qualitäten unserer Welt konzentriert. Die fünf Energiebewegungen sind allgemein durch die Namen der fünf Phänomene bekannt, die alle anderen energetischen Bewegungen der selben Art darstellen: Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Mit diesen fünf Energien werden verschiedene Eigenschaften oder Schwingungen assoziiert, die wir täglich erfahren –Farben, Gerüche, Geschmäcke-. Sie entsprechen Jahreszeiten, Nahrungsmitteln, Himmelsrichtungen, Zahlen. Ebenso wird dieses System in der TCM im großen Rahmen für Diagnose von Krankheitszuständen und Behandlungen mit Kräutern, Akupunktur und anderen Behandlungen eingesetzt. Jedes innere Organ und die zwölf Hauptmeridiane des Körpers werden nach einer der fünf Energien klassifiziert. Alle diese Schwingungen wirken nach zyklischen Muster aufeinander.

 

1. Muster ist der Fütterungsprozess

Er ist nährend (rechtsherum). Es ist ein energieaufbauender Kreislauf, der den harmonischen Gesetzen der natürlichen Abläufe allen Lebens entspricht.

 

2. Der Erschöpfungsprozess

Er ist zehrend. Entgegen dem Uhrzeigersinn bringen die Kräfte sich zur Erschöpfung. Zum Beispiel erschöpft zuviel Sonne das Holz, dieses braucht mehr Feuchtigkeit und erschöpft somit die Wasserreserven u.s.w.

 

3. Der Kontrollprozess

Kontrolle im positiven Sinne dient der Vermeidung von Ungleichgewicht und ist somit Selbstregulation. Jedes der fünf Elemente kontrolliert das übernächste Element in Uhrzeigerrichtung. Solange sich die Kontrolle in einem gesunden Rahmen befindet, dient es der Reduzierung von Übermaß.

 

4. Verletzungsprozess

Im Gegensatz zum Kontrollprozess wirken die einzelnen Kräfte hier entgegen dem Energiefluss auf das jeweils übernächste Element (vor, -vorgänger) ein und bewirken damit eine Verletzung.

 

Lehren des Qi  Fengshui

Es gibt verschiedene Lehren und Schulen im Fengshui 

Man unterscheidet heute zwei grundlegende Richtungen

in der Lehre des Fengshui.
1. Die traditionellen asiatischen Schulen 
2. Die neuen westlichen Richtungen

 

Die traditionellen Schulen

Die bekanntesten sind:

 

  1. Die Landschafts- und Formenschule - älteste Schule (4 Himmelsrichtungen, 4 (5) Himmlische Tiere) 
  2. BA Zhi (Pa Chai) - Acht Häuser Schule - Richtungs Feng Shui (man teilt die zu betrachtenden Bereiche in 8 richtungsabhängige Sektoren ein) 
  3. Xuan Kong - Fliegende Sterne Aufbauend auf Ba Zhi - Betrachtung der zeitlichen Veränderungen

Durch Berechnungen und einer systematischen Analyse werden genaue, nicht widerspruchsvolle Ergebnisse möglich und gezielte Maßnahmen können individuell angepasst werden. 

 

Moderne westliche Richtungen

 

Dazu gehören z.B..:

  1. Drei Türen Bagua 
  2. Intuitives Feng Shui 
  3. Qui Mag Feng Shui  

 

Grundlage aller Betrachtungen des traditionellen Kanyu ist das Qi. Seit auch bei uns übliche materielle Betrachtungs- und Sichtweise in vielen Fällen in Erklärungsnot geriet, wandten sich fortschrittliche Wissenschaftler dem Phänomen der Wirkungen von Energien intensiver zu. Neuere Studien belegen inzwischen, dass Energien zwischen den Dingen wirken und die Dinge selbst letztendlich "nur" Energie sind.

 

Das Prinzip ist allgemeingültig und nicht kulturabhängig.

 

Leider ist das "alte Wissen" in der westlichen Welt weitgehend verloren gegangen bzw. nicht überliefert worden. Im Gegensatz zum asiatischen Raum, haben neuere westliche Wissenschaften sich nicht mit "nicht fassbarem" beschäftigt, da nur messbare Einflüsse eine Rolle spielte.

 

Vieles im Kanyu werden die meisten westlich orientierten Menschen als zufällige Erscheinungen ansehen. Die Chinesen erkannten Regelmäßigkeiten, die in keinem uns bekannten Zusammenhang mit den Naturgesetzen der westlichen Physik stehen.

 

Kanyu ist Kunst, Handwerk und Wissenschaft.

Das traditionelle Kanyu ist eine chinesische Harmonielehre und wurde über Jahrtausende  bis 5000 Jahre v.Chr. vom Lehrer auf den Schüler weitergegeben. Viele chinesische Gelehrte haben über einen sehr  langen Zeitraum die Natur beobachtet und sorgfältig ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aufgezeichnet.

 

Die ersten KanYu Meister beherrschten sowohl die traditionelle chinesische Medizin, als auch chinesische Astrologie und  KanYu.

 

Landschafts und Formenschule oder auch Lehnstuhlprinzip genannt, eignet sich besonders gut zur Anwendung bei der Gestaltung von Freiflächen, also von Gärten, Parkanlagen, Spiel- und Sportplätzen usw. Diese sehr alte Kanyu Methode charakterisiert die optimale Lage eines Lebensraumes anhand der Einbettung in seine Umgebung. Damit eine Freifläche optimal mit Energie versorgt werden kann, sollte sie in etwa wie ein Lehnstuhl geformt sein, wobei die linke Lehne etwas niedriger sein sollte als die rechte. In der chinesischen Vorstellung wird das Grundstück von 4 Tieren eingerahmt, die den Energiefluss der Umgebung lenken. Dabei werden jedem Tier bestimmte Aufgaben und Eigenschaften zugesprochen.

Die Aufgabe eines Kanyu Beraters ist es, die bildhafte Sprache der alten Chinesen auf unsere heutige moderne Welt sinnvoll anzuwenden und daraus die örtlichen Energien zu interpretieren.Auf dieser Grundlage können Planungsvorgaben entwickelt werden, die alle Anforderungen an eine moderne Gestaltung und die gewünschte Nutzung beinhalten. Zusätzlich gibt uns Kanyu die Möglichkeit durch eine harmonische Gestaltung die Aktivitäten und Emotionen der Nutzer positiv zu beeinflussen.

 

Im Kanyu gibt es die vier himmlischen Tiere, die die Landschaftsformationen beschreiben und Einfluss auf den Energiefluss unseres Hauses haben. Nach den Kanyu Regeln sollte ein Haus wie ein Lehnstuhl in die Umgebung eingebettet sein. Es braucht im Rücken eine Deckung durch eine erhöhte Lehne (schwarze Schildkröte), eine linke Armlehne (grüner Drache), eine rechte Armlehne (weißer Tiger) und der Blick nach vorn sollte offen sein, so das sich dort das Qi sammeln kann (roter Phönix).

 

Die schwarze Schildkröte

Im alten China kamen die Feinde und die kalten Winde aus der nördlichen Richtung. Beim Bau eines Hauses war es daher wichtig, darauf zu achten, dass ein hoher Berg im Norden genügend Schutz gab. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dieser Schutzgedanke im Sinne des Schutzes im Rücken  des Hauses, um. In der Formenschule des klassischen, authentischen Kanyu wird deshalb immer geschaut, ob das Haus im Rücken eine Erhöhung zum Schutz hat.  Unabhängig von der Himmelsrichtung. Dieser schützende Aspekt des Berges wird durch die Assoziation der Schildkröte mit ihrem Panzer beschrieben. Der Schutz des Hauses kann hügeliges Land sein, eine Hecke, Bäume oder auch ein anderes und höheres Gebäude. Die Farbe schwarz bezieht sich auf die Himmelsrichtung Norden und auf das Element Wasser. Deshalb wird diese Rückendeckung auch als schwarze Schildkröte bezeichnet.

 

Der grüne Drache

Als Drache wird im Kanyu ein ganz bestimmter Bergverlauf bezeichnet. Die Farbe grün bezieht sich auf das Element Holz und wird der östliche Himmelsrichtung zugeordnet. In der Landumarmung ist der Drache der Ausläufer der schwarzen Schildkröte und umarmt ein Gebäude von der linken Seite. Wenn man sich bei einem Haus in die Eingangstür stellt und herausschaut, sollte man die Schildkröte im Rücken haben und den Drachen auf der linken Seite. Idealerweise ist es eine Bergformation oder ansteigendes Land. In der Stadt kann der Drache aber auch ein anderes Gebäude sein. Ein fehlender Drache kann zur Schwächung der finanziellen Situation führen.  Um Abhilfe zu schaffen, kann man sich auch einen Drachen „bauen“, indem man eine Hecke pflanzt, einen Zaun oder eine Garage errichtet.

 

Der weiße Tiger

Auch der Tiger entspricht im Kanyu einem ganz bestimmten Bergverlauf. Die Farbe weiß bezieht sich auf das Element Metall und wird der westlichen Himmelsrichtung zugeordnet. In der Landumarmung ist der Tiger ein Ausläufer der schwarzen Schildkröte, aber umarmt das Gebäude von der rechten Seite. Wenn man sich also wieder in die Tür des Hauses stellt, sollte die Schildkröte im Rücken sein, der Drache auf der linken Seite und der Tiger, etwas niedriger als der Drache, auf der rechten Seite.

Der Tiger kann durch aufsteigendes Land, durch eine Hügelkette, oder in der Stadt durch ein Haus, dem eigenen Haus Halt und Unterstützung geben. Fehlt der Tiger, fehlt es auch dem Menschen im Haus an Klarheit und Autorität. Es kann zu Unstetigkeiten und Durcheinander führen. Ist der Tiger vorhanden, aber höher als der Drache, kann die Frau im Haus „das Sagen“ haben, oder man kann Probleme mit Behörden bekommen.

 

Der rote Phönix

Der Phönix, auch der Feuervogel genannt, wird im Kanyu dem Süden und dem Element Feuer und somit der Farbe rot zugeordnet. Der Phönix sollte ein großzügiger, offener Platz vor dem Eingang des Hauses sein, damit sich das Qi davor sammeln kann und somit den Menschen im Haus kraftvolle Unterstützung zu geben. Stellt man sich auch hier wieder in die Haustür, sollte ein freier Blick von 180 Grad möglich sein. Wenn der Phönix fehlt, kommt nicht genügend Qi (Vitalkraft des Lebens) in das Haus und die Bewohner können sich antriebslos fühlen. Der Bereich vor dem Eingang sollte schön gestaltet werden. Mülltonnen, Mauern oder abgestorbene Bäume sorgen für keinen guten Qi-Fluss.

 

Eine Umgebung, bei der die  4 Tierformationen vorhanden sind, hat bereits gutes Potential für ein harmonisches und entspanntes Leben. Ist bei Ihnen alles vorhanden? Fehlt etwas? Fühlen Sie sich vielleicht nicht ganz im Gleichgewicht? Schauen Sie sich Ihre Umgebung doch einmal genauer an, es lohnt sich!

 

Fliegende Sterne

Was sind wandernde und fliegende Sterne

"Wandernde Sterne" 
Als Sterne oder auch im Ost-West-System bezeichnete "wandernde Sterne" werden Energien bezeichnet, die ihren Platz im Haus verändern. Sie finden ihren Platz in den jeweiligen 8 Sektoren. Abhängig ist ihre Verteilung von der Blickrichtung des Hauses. Das heißt, sie orientieren sich an der unmittelbaren Umgebung und beeinflussen die Menschen innerhalb des Gebäudes.
Man unterscheidet 8 wandernde Sterne, von denen jeweils 4 günstig und 4 ungünstig sind. Die Sterne unterscheiden sich in ihrer Intensität.

"Fliegende Sterne" (Xuan Kong Kanyu) 
Bei der späteren Weiterentwicklung des Bha Zhi - der 8 Häuser Schule (oder auch Pa Chai genannt) mit 8 verschiedenen Möglichkeiten werden es bei der Xuan Kong Schule (fliegende Sterne)24 Richtungen sein und gleichzeitig werden dann bei diesen Systemen gleichzeitig noch die zeitlichen Veränderungen in die Kanyu Betrachtung einbezogen. Wie bei den wandernden Sternen handelt es sich bei der Betrachtung der fliegenden Sterne wiederum um die Analyse von Energiezuständen, nicht wie bereits erwähnt elektrische Energie im herkömmlichen wissenschaftlich westlichen Sinne, sondern um die nicht fassbaren Energieformen.
Es handelt sich um die Verteilung von Chi Zuständen in einem Gebäude und seiner näheren Umgebung. Eine neue Komponente fließt in die Betrachtung ein. Die Zeit. Die Betrachtung der fliegenden Sterne ist zeitabhängig.

Grundlage für weitere Betrachtungen sind zum einen das Baujahr (Geburtsjahr) des Hauses zum anderen der Betrachtungszeitraum. Aus diesen Grunddaten lassen sich die Sternencharaktere ermitteln. Man spricht hier von der Brauchbarkeit und Rechtzeitigkeit der Sterne. Aus dieser Berechnung ergibt sich ob die Sterne positiv oder negativ wirken. 
Sternenarten: Zeitsterne erfüllen ihre Aufgaben je nach Charakter werden durch Formen, Farben und Symbole beeinflusst Bergsterne sind für Wohlbefinden und Gesundheit zuständig (negative Bergsterne können den Weg für Krankheiten ebnen) Sie werden von Zeitsternen, Blicksternen, Formen, Farben und Symbolen beeinflusst Blicksterne sind für Reichtum und Wohlstand zuständig werden von Zeitsternen, Bergsternen, Formen, Farben und Symbolen beeinflusst

 

Bha Zhi - 8 Häuser Schule Ost-West System

Ba Zhai ist auch unter dem Namen Ost-West-System oder Acht-Häuser-Schule bekannt.

Das Ba Zhai sind die acht Himmelsrichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW), die durch die  acht Trigramme (Kan, Gen, Zhen, Xun, Li, Kun, Dui, Qian)aufgezeigt werden. Jede Himmelsrichtung hat auf einen Menschen und seine jeweilige häusliche Umgebung eine spezielle Wirkung.

Eine Wohnsituation wird wiefolgt beurteilt: Die Ming-Guas (Lebens-Trigramme) der Bewohner, die sich aus dem jeweiligen Geburtsdatum errechnen lassen und das Haus-Gua (Haus-Trigramm, chin. Zhai Gua), das sich aus der Ausrichtung der Haupteingangstüre (“Atemrichtung des Hauses”) oder dem “Sitz” des Hauses ableitet.

Lebens- und Haus-Trigramme werden im Ba Zhai in zwei Gruppen unterteilt. Die beiden Gruppen verhalten sich diametral zueinander. Sie werden als Ost-Gruppe (Trigramme Zhen, Kan,  Xun und Li) und West-Gruppe (Trigramme Kun, Gen, Qian und Dui) bezeichnet.
Für jeden Menschen , abhängig von der jeweiligen Gruppenzugehörigkeit gibt es vier günstige sowie vier ungünstige Richtungen. In jedem Gebäude gibt es vier günstige und vier ungünstige Orte.
Am besten sollten Mensch und Gebäude zueinander passen, d.h. der gleichen Gruppe angehören.

Richtungen werden bei dieser Methode immer vom Haus aus gesehen (vom Gebäudeinneren nach draußen) bestimmt. Die ortsgebundenen Eigenschaften eines Gebäudes kann nach dem Ausmessen der Gebäude-Ausrichtung, den Grundriss des Objekts in ein Diagramm mit neun Rechtecken unterteilt werden, ähnlich der Ba Gua Methode, wo die acht Orte, die das Zentrum umgeben, dem Gebäudes entsprechend zugeordnet werden.

 

Trigramme des I Ging

Das I-Ging oder auch „Buch der Wandlungen“ genannt ist der älteste der klassischen chinesischen Texte. Es enthält die Kosmologie und Philosophie des alten China, eine der ältesten Hochkulturen und Zivilisationen der Menschheit. Grundidee sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Veränderung. Das I-Ging beschreibt die Welt in 64 Bildern, die aus sechs durchgehenden oder unterbrochenen Linien bestehen (Hexagrammen), ähnlich einem binären Code und vergleichbar mit den Tripletts (Bestandteile der menschlichen DNS). Siehe hierzu auch Dr. Martin Schönberg. I-Ging ist gleich Weltformel, ist gleich Allgemeingültigkeit beanspruchende Lehre der Entstehung der sichtbaren Welt, aus dem Urgrund, dem Tao, oder mit Dr. Martin Schönbergers Worten beschrieben, „das I-Ging Orakel zeigt auf Grund eines uns vorläufig nicht verständlichen gesetzmäßigen Zusammenhanges, der den Frager, seine Hand, sein Problem und den Computer „I-Ging“ umfasst, den optimalen Weg, „der im Tao“ verläuft“. Im Verständnis der Schöpfer des I-Ging ist die Welt ein nach bestimmten Gesetzen ablaufendes Ganzes, dessen Formen aus der permanenten Wandlung der beiden polaren Urkräfte entstehen. Es ist auf zwei Prinzipien aufgebaut:

  1. dem schöpferischen Yang
  2. dem empfangenden Yin

deren Zusammenwirken das eigentliche Geheimnis der Wandlungen und ihrer Ursache ist. Yin und Yang haben ihrerseits ihren Ursprung im Tao (dem Weg) dem Wandel oder der Form, nachdem sich die Dinge bewegen. Das I-Ging hat viele Größen inspiriert und zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gebracht. Unter anderem sind da Carl-Gustav Jung, der Gründer der Analytischen Psychologie und Schüler von Freud, welcher ein großer Anhänger des Buches der Wandlungen war. Besonders im kaiserlichen Imperial Feng Shui des Grand Master Chan Kun Wah wird in der Stilrichtung des Yuen-Home eine enge Verknüpfung zum I-Ging hergestellt.

 

Ba Gua

Ba Gua kommt vom chinesischen Ba = acht und Gua = Bereich (Trigramm) Grundlage ist das I-Ging mit seinen acht Trigrammen, welche entweder aus drei durchzogenen oder drei unterbrochenen Linien besteht. Sämtliche Kombinationen ergeben acht mögliche Trigramme (die meist in Kreisform dargestellt werden)

Jedes einzelne Trigramm hat seine Bedeutung und ist einer Person, einer Richtung, einem Element, einer Farbe und einer Energie, die es verkörpert, zugeordnet.

 

Drei Türen Bagua

 

FengShui heute

 

Wurde in den siebziger Jahren von Thomas Len Yun, dem Gründer der Schwarzhutsekte in Amerika erfunden. Es stellt einen sehr spirituellen Feng Shui Ansatz dar (Hausfrauen Feng Shui). Man teilt seine Wohnung, ähnlich wie bei Bagua, in Rechtecke ein, allerdings richtet man sich nicht nach der tatsächlichen Himmelsrichtung, sondern geht immer von der Position der Eingangstür aus. Mit Hilfsmitteln wie Windspielen, Kristallen und anderen Dingen wird dann die Problematik bekämpft. Mit dem traditionellen chinesischen Feng Shui hat diese Methode wenig zu tun, hat aber dafür gesorgt, dass Feng Shui in Europa einen immer größeren Stellenwert und Bekanntheitsgrad erlangt hat.

 

 

 
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